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Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
„Die Maxime, jederzeit selbst zu denken, ist die Aufklärung.“

 

Peter Brückner: „Kritik an der Linken“

Text geschrieben 1972, 2017 = 45 Jahre
Geboren 13. Mai 1922, Dresden, 2017 = 95 Jahre
Gestorben 10. April 1982, Nizza, 2017 = 35 Jahre

Beliebter als Selbstreflexion ist Aktion. Was Empörung und Protest gegen autoritäre Verhältnisse betrifft, begann Ausserparlamentarischer Widerstand nach Gründung der Bundesrepublik wegen Einführung der Bundeswehr und Wiederbewaffnung, es folgte die Anti-Atomwaffen-Protestbewegung und die der Kriegsdienstverweigerer, die Friedensbewegung, Frauenbewegung, Bewegung gegen die Notstandsgesetze, – der Vietnamkrieg war aktivierend für die so genannte „68er“-APO und der Mord an dem Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 -, und in den siebziger und achtziger Jahren dominierten Betriebsarbeits-Gruppen, K-Kruppen, MLer etc. und Themen wie Ökologie und Atomkraftwerk und Atomwaffen, aus ausserparlamentarischen Bewegungen wurden teilweise parlamentarische. Selbstreflektion wurde hinten an gestellt.
Bereits seit 1970/71 stellte der Sozialpsychologe Peter Brückner unermüdlich jedem Linken, der es hören wollte, und jenen Linken, die es nicht hören wollten, die meisten Linken wollten es nicht hören seine Frage:
“Wurde denn überhaupt Theorie gemacht?”
Die einen wollten Brückners Frage nicht hören, weil sie bestens Bescheid zu wissen gewiss waren. Unter Theorie verstanden sie ihr Verständnis von Marx oder Bakunin oder Lenin oder Stalin oder Mao u.v.a. Andere wollten es nicht hören, weil sie mit Theorie “nichts am Hut” hatten. Praxis “aus dem Bauch” heraus war ihr “Ding”, Theorien “Kopfwichserei”. Oder unter Theorie wurde verstanden lebensanleitende Schriften zu psychologischen, sexuellen, pädagogischen, esoterischen, naturverbundenen Lebensweisen etc., Anleitungen, wogegen sich noch unlängst antiautoritär aufgelehnt wurde. Andere wiederum erlebten Bereicherung.
Brückner verwies mit seiner Frage, “Wurde denn überhaupt Theorie gemacht?”, auch auf die Selbstreflexion der Linken, der berüchtigte „Subjektive Faktor“, nach und wegen des Zusammenbruchs der Gegenöffentlichkeit, der emanzipativen anti-autoritären Bewegung ausser-parlamentarischer Opposition.
1971 hatten Studierende der ESG Hannover Materialien über das gesammelt, was ihnen an der Linken in Hochschule und Universität missviel, mit der Absicht, Beiträge zu liefern um, Diskussionen und gemeinsame Beratungen zu öffnen. 1972 fasste Peter Brückner Materialien und Notizen zu einem Referat und dann homogenen Text zusammen, und 1973 wurde dieser als Broschüre im Rosa Luxemburg Verlag, Köln verlegt (1980 wurde von „Psychologie und Gesellschaftskritik, Zeitschrift zur Kritik bürgerlicher Psychologie“ ein „Sonderheft zu Peter Brückner“ mit dem Titel: „…wurde denn überhaupt Theorie gemacht?“ produziert, herausgegeben von Klaus-Jürgen Bruder, und: „Peter Brückners Versuch, uns und anderen die Neue Linke zu erklären“, von Christoph Jünke, in „Tagungsband Sozialpsychologie des Kapitalismus heute. Zur Aktualität Peter Brückners“, herausgegeben von Klaus-Jürgen Bruder). Brückner schreibt darin: „… die Linke kann daher, als ein Produkt dieser Gesellschaft, einen Teil ihres Selbstverständnisses aus den Händen ihrer Feinde entgegennehmen, solange sie sich nicht selbstkritisch als ihr Produkt begreift. Sie agiert dann, was sie zu reflektieren hätte.“
Brückners Theorieverständnis bewegte sich aus der Dialektik von Innen und Aussen, von psychopolitischer Selbst-Welt-Reflexion, – eben: “Wage zu wissen!” (Und 1975 folge sein Buch: „Bewahre uns Gott vor irgendeiner Revolution – Die Ermordung des Staatsrats von Kotzebue durch den Studenten Sand“.) Seine geschriebene Theoriekultur wurde wenig verstanden, weil sie auch voraussetzte, sich selbst erkennen zu wollen und sich ändern zu wollen in der Praxis der damaligen Ansprüche, was damals eigentlich hätte allgemein bekannt sein sollen: „In der revolutionären Tätigkeit fällt das Sich-Verändern mit dem Verändern der Umstände zusammen“, Karl Marx, „Deutsche Ideologie“ Aber bereits sein Vorgänger Hegel hatte in der „Phänomenologie des Geistes“ gewarnt, dass das „Bekannte darum, weil es bekannt ist, noch nicht erkannt ist“. Und hatte Hegel die Begrifflichkeit als Entwicklung des philosophischen Denkens, also die Entwicklung des Bewusstseins, des Selbstbewusstseins und des Geistes und des Lebens überhaupt bis an die Grenze verdichtet, und vor den Verhältnissen des allgemeinen Denkens und gesunden Menschenverstandes gewarnt, so wendete Marx die idealistische Ausgangslage und breitete Mythos und Ekstase auf dem Boden der Tatsachen des Seins aus, welches das Bewusstsein bestimmt: „Wenn der Mensch von den Umständen gebildet wird, so muss man die Umstände menschlich bilden“ (Aus dem. lit. Nachl. 11). Das setzt voraus, das sich der Mensch selbst erkennt, ändert und menschlich bildet. Und hinsichtlich des Bewusstseins und des Geistes, der sich nach den Sieben Weisen entwickelte – Thales von Milet fragte: „Was ist der Mensch?“, und auf die Frage der Bürger an ihn, was das Schwerste im Leben sei, antwortete Thales: „Sich selbst erkennen“, und schliesslich fragte Sokrates: „Wer bin ich?“ -, um den sich-selbst-bewussten Neuen Menschen zu befördern: „Unser Wahlspruch muss also lauten: Reform des Bewusstseins, nicht durch Dogmen, sondern durch Analysierung des mystischen, sich selbst noch unklaren Bewusstseins“, Brief von Marx an Ruge.
Peter Brückner wurde zum Übertragungs-Projektions-Subjekt, Verehrungs-Aggressions-Objekt ersten Ranges für Linke und für Staatsmacht (Brückner war nicht “Freund und Unterstützer” von Ulrike Meinhof, wie Gerd Koenen schreibt, er wollte nur die auf der Flucht befindliche Gejagte nicht vor der Tür stehen lassen). Er wirkte mit Sanftmut und Liebenswürdigkeit in Sachen Blochscher „Wärmestrom“ als Menschlichkeitssucher: „Ein Mensch, das ist immer ein Inbegriff von Hoffnung“, war eine seiner ihm wichtigen Botschaften. Anerkennung hatte er, dünner Menschenliebe, durchaus benutzt bis ausgenutzt, Missgunst, Neid und Konkurrenz ausgesetzt … Er lebte grundsätzlich die Heideggersche „Sorge“ … Er wollte gerade kein „Vater“ „der“ 68er sein – und war es auch nicht -, vielmehr Gleichgesinnter, „Genosse“, Freund, war vielleicht einer der wenigen wirklichen Antiautoritären unter Autoritären-Antiautoritären … und blieb „einsam wandelndes Nashorn“ (Redewendung eines Buddha, Sinnbild für Tugend und Friedfertigkeit im Buddhismus). Und die „andere Seite“, die autoritäre Staatsmacht: Bereits 1972 wurde er wegen des Verdachts die RAF unterstützt zu haben vom Dienst suspendiert und stellvertretend für „die“ Antiautoritäre Linke wurde er verfolgt und versucht ihn zum Schweigen und zum Gehorsam (ausgerechnet er) zu zwingen – womit die tumbe Staatsmacht genau auf seine Verweigerungszentrale traf. Und 1977 wurde gegen Peter Brückner erneut von der niedersächsischen Landesregierung ein Disziplienarverfahren eingeleitet, weil er sich als als verbeamteter Professor an der Universität Hannover nicht von der anonymen Schrift eines Studenten, der sich „Mescalero“ nannte, und in der dieser von „klammheimlicher Freude“ in Zusammenhang mit einem Mordanschlag der RAF schrieb, distanzierte, sondern darüber eine sozialpsychologische Studie schrieb, die als Untreue und Ungehorsam wider den Staat vom Staat gewertet wurde, und nicht als wissenschaftliche Freiheit.
Peter Brückner, „Die Mescalero-Affäre – Ein Lehrstück für Aufklärung und politische Kultur“; der Text beginnt mit dem Satz:
„Es ist an der Zeit, innere Monologe zu veröffentlichen.
Was ist ein Ereignis? Eine mögliche Antwort wäre: das pure Geschehen, das einer als `Ereignis´ definiert, indem er es für seine Zwecke verwertet. Also: Die herrschende Klasse hat aus dem `Mescalero´-Text ein Ereignis gemacht, indem sie ihn gemäß ihrer eigenen Strategien interpretiert hat; z.B. als einen Aufruf zur terroristischen Gewalt oder als Billigung eines Attentats, und den entstellten Text entsprechend nutzt. Die Fälschung einer Absicht und die Verwertung dieser Fälschung für den eigenen Zweck, das wäre das `Ereignis´ (und nicht der verwertete Text)“.
Zu dem „Brückner-Skandal“ schriebt Jürgen Habermas unter dem Titel: „Der Fall Brückner ist ein Fall Albrecht“ in „Zum Beispiel Peter Brückner“: „Was jeden, der sich mit der Republik, vor allem auch mit den Perspektiven, die diese für unser Land verkörpert, identifiziert, am Fall Albrecht erschrecken muß, läßt sich mit wenigen Sätzen sagen.
Der erste Aspekt betrifft das Persönliche. Peter Brückner hat die beste Analyse des Göttinger `Mescalero´-Artikels vorgelegt, die ich kenne. Er hat an diesem Beispiel im Detail den geistigen Zustand eines Teils der jüngeren Generation aufzuklären versucht, ohne zu denunzieren, aber auch ohne zu verharmlosen. … Spätestens bei der Lektüre hätten (oder haben?) Albrecht und seine Berater bemerken müssen, daß sie es hier mit einem nachdenklichen, vielleicht auch nachdenklich geword-enen Mann zu tun haben. Gleichwohl haben sie alles daran gesetzt, Brückners moralische und wissenschaftliche Existenz zu vernichten – und dies, wie man annehmen muß, aus Gründen schierer Opportunität“.
Hans Mayer schreibt in „Zum Beispiel Peter Brückner“:
„Der `Fall Brückner´ – bzw. das, was die veröffentlichte Meinung … als `Fall´ plakatiert haben – wird in den Aufsätzen dieses Bandes in einer Weise analysiert, die an die Stelle von Verdächtigungen und Ahndung die Anstrengung des Begriffs und die Diskussion setzt. … Seit am Tun der Ärzte ebenso wie der Physiker der Konflikt einer praxislosen Wissenschaft als einer virtuell unmenschlichen erkannt wurde, kann praxislose Wissenschaft, ´interesseloses Wohlgefallen´ des Denkens am Denken gesellschaftlich nicht mehr toleriert werden. Ist dem aber so, dann hat Brückner als Lehrer und Forscher die Freiheit des Gelehrten erfüllt, nicht verraten“.
“Wir können die Machtfrage nicht stellen”,
war eine weitere Botschaft, die Peter Brückner ab etwa 1971 jedem vorhielt, der es hören wollte und jenen, die es nicht hören wollten. Und bereits seit 1972 sprach Brückner über Aufklärung, Moral, humane Umgangsweisen und Manieren (!) hinsichtlich zwischenmenschlicher Verkehrsformen der Linken, worüber dann 1980 sein Artikel im Wagenbach-Verlag veröffentlicht wurde. Es geht um Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme, Mitgefühl im Umgang mit anderen und deren Gefühlen, – die gescheiterte linke Bildungselite als Gegenöffentlichkeit gegen die bürgerliche Bildungselite, gleichviel die “transzendentale Obdachlosigkeit der bürgerlichen Welt” (Georg Lukács, “Theorie des Romans”, die Frank Schirrmacher sich mulmig fühlen lässt, wie er in seinem Artikel, „Tarnumhang“ in Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 15.8.2011 unter Stichwort „Bürgerliche Werte“ schreibt), wird von der `Avantgarde´ innerlich und im zwischenmenschlichen Umgang nachgeäfft, äusserlich rationalisiert.
„Zur Sozialpsychologie des Kapitalismus“: „Fragen des Gewissens erheben sich … mit grosser Kraft. Jedoch woran sich das Gewissen stösst, ist nicht, wie die bürgerliche (oder gar die christliche) Erziehung es will, das sittlich Böse, sondern das historisch Böse, das also, was Menschen einander geschichtlich antun; das Problem ist daher nicht Sünde, sondern Gewalt – die Gewalt von Herrschaft, Exploitation, Krieg. Denn Gewissen bildete sich im Mitgefühl mit den Opfern … Alle Widersprüche jener kindlichen Verkehrsform, von der ich ausging, erheben sich nun mit erwachsener Schärfe und – im guten Falle – mit weltgeschichtlichem Atem … Die Moral, die verändern will, macht den Einzelnen organisierbar, zumindest kooperationsbereit, eine Konsequenz schon des sozialen Charakters von Mitgefühl, Einfühlung und Rücksicht“.
„Versuch, uns und anderen die Bundesrepublik zu erklären“: „Der `Moralist´ vereinzelt sich; eine gleichfalls widersprüchliche Lage, wie wohl nicht erst begründet werden muss. Und eine Bewährungsprobe für linke Moral ist, wie und ob es Einzelnen gelingt – auch Einzelnen auf der anderen Seite, den `Gegnerfreunden´ -diese Widersprüche auszuhalten und in sich zu schlichten: ohne Kapitulation vor dem historisch Bösen, aber auch ohne Verzicht auf differenzierendes Bewusstsein und Einfühlung. Ja: ob wir uns ein Stück `aufmerksamer Rücksichtnahme´ auf andere erhalten, mag auch im historischen Konfliktfall mit zur Bewährungsprobe unserer Moral gehören“.
Pierre Bourdieu veröffentlichte kurz vor seinem Tod seine Abschlussvorlesung am Collége de France 2001: “Ein soziologischer Selbstversuch“,
“Es gibt viele Intellektuelle, die die Welt in 
Frage stellen, es gibt wenige, die die
intellektuelle Welt in Frage stellen”.
Es war nun die Nachausserparlamentarische Zeit der Enttäuschungen und der Erschöpfung, der zwischenmenschlichen Stimmungsdepression und ausufernden Süchte nach Surrogate, des defizitären Konflikts als nervöse Zustände – „Bouvards und Pe´cuchets“ „Erregungszustände“ (Balzac) – und Brückners: „… agiert dann, was sie zu reflektieren hätte“ … „Aktionsform, als seiner Quellen nicht bewusstes Handeln, nicht mehr als Wissen nachweisbar“ … die Zeit diverser Funktionärsmentalitäten – Pöstchen statt Kritik und Protest … aufständische Phantasie durch Abwehr und Verdrängung ersetzt, Blochs „Überholen des Bestehenden“ wurde zum Sicheinholen ins Bestehende: Geschlossenheit statt Offenheit, Zwang, Gehorsam und Dogmatismus statt Selbstreflexion und Freiheit. Zwecks Maskierung der Stimmungsdepressionen und Süchte entstanden Andachtsstätten, -organisationen und -institutionen, Andachtskarrieren und Andachtsämter, ambivalente Andachtsrituale und Andachtsgruppierungen und innerparlamentarische Andachtsparteien mit Andachtswanderpredigern inkl. Andachtsgesichter und -styles Shakespeare´ Manier: „Abgöttischer Wahn ist´s, die Andacht grösser als den Gott zu machen“ („Troilus und Cressida“). – „… Grenzfall-Melancholiker verstehen, der seine depressiven Symptome unter Kontrolle halten … sehen durchaus hin und wieder das Nichts, zu dem alles führt. Ihr seelischer Apparat ist inzwischen elastisch genug, um den Dauerzweifel am eigenen Treiben als Überlebensfaktor in sich einzubauen. … Unter der tüchtig mitspielenden harten Fassade trägt er eine Menge leicht zu verletzendes Unglück und Tränenbedürfnis. Darin ist etwas von der Trauer um eine `verlorene Unschuld´ – von der Trauer um das bessere Wissen, gegen das alles Handeln und Arbeiten gerichtet ist. … Handeln wider besseren Wissens ist das globale Überbauverhältnis heute …“, Peter Sloterdijk, „Kritik der Zynischen-Vernunft“, 1983. – Aus widerständlerischen Hinterhof- und Rock-/Jazzkeller-Gesprächen wurden In-Restaurant- und Foyer-Herrenzynismen-Verkündungen, die „Denkweise von Renaissance-Höfen“ (Franz Böhm). Scham wurde verdrängt und verleugnet und linke Werte und Wissen wurden zu politisch-konsumistischen Entfremdungsprodukten fetischisiert – gegen besseres Wissen. Herrschende Sprachvariationen beherrschende JournalistenInnen, PolitikerInnen, Intellektuelle, Kulturschaffende, Entertainer/Performer der aktuellen globalen Überlebens-Selbsterfahrungs- (ohne Selbsterfahrung) WanderpredigerInnen-Bewegung wurde im Einklang mit „Erlöschen der (Selbst-)Reflexion“ (Brückner) imitiert und der überkommene plumpe Parademarsch-Stil und -Ton zugunsten eines modernen Trend-Marketing-Management-Kommunikations-Stils und einer ebensolchen Polit-Markt-Mission abgelöst, ohne traditionellen Gehorsam und die „Denkweise von Renaissance-Höfen“ zu reflektieren.
1980 schreibt Peter Brückner in seinem Buch, „Das Abseits als sicherer Ort“:
„Wie werden die `versunkenen Erfahrungen´ bewußt? Indem wir lernen, die Rätsel unserer Lebensgeschichte im Kontext der Geschichte unserer Gesellschaft zu lösen, und zwar im Detail … Das, vor allem, ist kritische Theorie“.
Klaus Briegleb zitiert Brückner im selben Buch:
„Auch dies, die reflexartige, affektive Ausgrenzung des Zweiflers, ist eine Seite des Gehorsams“.
Eingangs hiess es: „Wurde denn überhaupt Theorie gemacht?“
Brückner schreibt darin: „… die Linke kann daher, als ein Produkt dieser Gesellschaft, einen Teil ihres Selbstverständnisses aus den Händen ihrer Feinde entgegennehmen, solange sie sich nicht selbstkritisch als ihr Produkt begreift. Sie agiert dann, was sie zu reflektieren hätte.“
Und er setzte als Fussnote hinzu:
„Mit dem Erlöschen der (Selbst-)Reflexion ist bürgerliche Herkunft dann bei Genossen nur noch in der Aktionsform, als seiner Quellen nicht bewusstes Handeln, nicht mehr als Wissen nachweisbar“.
März 2017
Rolf Horst und C. Bölling-Bernays
Kulturwissenschaftliches Forschungs-Institut und Bildungs-Akademie „Geschichte des Friedens“ und „New-PeaceArt-Generation Project“, Zernien/Dannenberg/Hamburg