Texte / Vorträge

Essay, Artikel, Vortrag/ Vorlesung/ Seminar
Booklet, Buch, Broschüre

Ein Seminar
Geschichte des ICH – von der Antike bis zum Globalismus
Die alten Griechen
Arbeit und Homo-Konsumismus
Philosophie von der Neuzeit bis zum 21. Jahrhundert
Kinder und Bildung – „Tu einem Kind Ehre an und es wird auch dir Ehre antun“
Wie alles anfing
„Ich will der Mensch meines Lebens sein …“
Geschichte des Bewusstseins
1. Am Anfang war die Tat
2. Philosophie/Psychologie der Antike
3. Geschichte und Philosophie des Mittelalters
4. Philosophie und Psychologie der Neuzeit
5. Zeitgeist und Philosophie der Gegenwart“Wir wissen alles – wir wollen aber nicht“
„Das Elend der Welt“
„Die Zeiten sind hart aber modern“
Tic Tac Toe
Diana
Jedem sein Neger
Hexenjagd
Bettler
„Das ganze Universum ist völlig wahnsinnig“
Der „reine Tor“
Neid, Geiz, Gier
Der Gehorsam ist ein Meister aus Deutschland
Der niedrigste gemeinsame Nenner
Neid und Hysterisierung der Frau
Die sieben Todsünden
Der Till aus Sachsen
Stell das Todesfernsehen an
Loser, Winner und MöchtegernWinner
„Kunst im Film ist Schmuggelware“
„Todesspiele“
Hyliker
„Ich warte auf den Tag der alle Dinge transparent macht“
„Das leblose Einsame“
Armut und Reichtum
„Wir wissen alles – wir wollen aber nicht“
„Philosophie – die eigentliche Heimat der Ironie“
Psychoanalyse und Human-Psychologie
Freud und Bloch (Kurzfassung)
Freuds Metapsychologie
Welt-Religionen
Gewalt und Frieden
„Urphantasien“ und Abwehr
„Im Namen des Vaters“
„Der Widerstand gegen das Reale“
Überlebenstraining Selbsterfahrung – „Erkenne dich selbst“
Philosophie des Glücks und der Lebenskunst
Philosophie und Psychologie der Liebe und der Paarbildung
Geschichte der Angst und der Hoffnung
„Das Zeitalter der Kaufleut“
„Geld ist die Muttermilch der Politik“
„Die Menschen draussen“
Die Schuldenfamilie
Opfer
Meinungsbildung und Bildungsmeinung von Bildungseliten
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen
BILD dir deine Meinung
Zerrissenheit
Die „Gebenden Hand“
Es geht immer schon um Anerkennung
Die moderne WanderpredigerInnen-Bewegung
Das stille Weltbild
Der listenreiche Erfinder
Thálatta! Thálatta! – Das Meer! Das Meer!
Blick zurück nach vorn´ – Peenemünde und der 11. September
`Philosophie´ Trend-Marketing-Kommunikation – „Tod des Ichs“
Was ist Marketing-Kommunikation?
Internet, Google – ein Gespenst geht um?
Konsumikation
„Werbung ist ein lächelndes Aas“
„Egoistische Kooperation“
Gruss an Sascha Lobo
Flaggschiff Elbphilharmonie
„Dämmerung – Woher der düstre Unmut unsrer Zeit … “
„Wage zu wissen“
Wage zu wissen Politik
Mensch und Tier
Kunst Sphaira
Tabak und Alkohol – ja oder nein?
Zeitgeister
„Der gute Hirte“
„Alle reden vom Wetter“
T-Shirts um jeden Preis?
Frage nicht, was Natur für dich tun kann …
Darchinger – die Bonner Republik
Metaphysik und Utopie
Zivilisation und Ekstase
Dämmerung
Rowohlt-Aktuell
„Freie Bahn dem Tüchtigen“
Sensationen statt Gefühle?
Der Himmel auf Erden – 5000 Jahre Kulturgeschichte des Wetterschutzes
Ich mach´s kurz
Short Stories
„Das leblose Einsame“
„Der Ritus imitiert sein Ziel“
Das Gerücht
German-Popmusik
Universum
Odyssee im Geldtraum
Das dicke Ende
„Blaue Stunde“
Apollon spricht durch die Frauen
Vom „Mythos zum Geist“
„Menschenfüssler“
Das humanistische Manifest
Egoismus und Narzismus
„Ekstatische Immanenz“

Seminare / Vorträge

Das spannende Abenteuer der Menschheit,
die Geschichte seiner Phantasien und seiner
Gefühle, seines Geistes und Denkens,
seines Bewusst- und Unbewusstseins, seiner Taten,
für Interessierte, Suchende, Einsteiger und Fortgeschrittene,
für Frauen, Männer, Junge, Reife, Alte – „die Menschen draußen“

Geschichte des Bewusstseins

Seminarzyklus 1 bis 5

1. Am Anfang war die Tat

Homo Sapiens, Frauengesellschaften, Neolithikum – Arbeit, Geist, Seele …

2. Philosophie/Psychologie der Antike

„Erkenne dich selbst“

3. Geschichte und Philosophie des Mittelalters

„Gehe nicht nach draussen, kehre in dich selbst ein; im Inneren des Menschen wohnt die Wahrheit“

4. Philosophie und Psychologie der Neuzeit

„Der Religion ist das Heilige wahr, der Philosophie ist das Wahre heilig“

5. Zeitgeist und Philosophie der Gegenwart

„… die moderne Welt ihrem Wesen nach eine Wiederholung der Antike auf der Höhe der Modernität …“

1. Am Anfang war die Tat

Um 200.000/130.000 vuZ. begannen die Menschen ihre Wanderungen über die Kontinente. Sie kannten keine Abstraktionen wie Tag und Nacht, sie erlebten Hell und Dunkel, aber hatten keine Begriffe davon, warum es Hell und Dunkel wurde, je nach Jahreszeit mal das Helle länger oder kürzer, mal das Dunkle. Sie wussten nicht, dass der grosse helle, warme Fleck während der Hellezeiten, die Sonne war, und dass der grosse helle Fleck und die vielen kleinen hellen Flecken während der Dunkelzeiten Mond und Sterne waren. So kannten sie auch nicht die Abstraktionen Schlaf und Wach, sie kämpften im Wachzustand um ihr Überleben, ohne zu wissen, dass es ihr Leben war, und irgendwann schliefen sie einfach vor Erschöpfung ein. Sie kannten noch keine Zeitbegriffe, und noch keine solchen für die Jahreszeiten und die unterschiedlichen Wetterverhältnisse, für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Menschen waren überwiegend hungrig und ständig mit der Suche und dem Kampf um Nahrung beschäftigt.
Etwa zwischen 20.000 und 3.000 v. u. Z. wurden die Menschen sesshaft. Neben Jagen und Sammeln wurde Ackerbau und Viehzucht entwickelt, Vorräte wurden gelagert, Häuser und Dörfer entstanden, sogar Städte, soziale Gemeinschaften. Und es war die Zeit der grossen Erfindungen: Tier- und Pflanzenzucht, Weben, Spinnen, Töpfern, Kochen und würzen von Speisen, Werkzeuge und Waffen, Spiegel und Öl-Lampen, der Pflug, die Uhr, das Rad und die Schrift.
Die Menschen waren nun nicht mehr ausschliesslich mit dem Kampf ums Dasein und der Angst vor unerklärlichen Naturgewalten beschäftigt, sondern sie begannen von ihren unmittelbaren Gefühlen zu abstrahieren und zu planen und zu organisieren und Gefühle wurden nun auch in Kunsthandwerk und in Kunst ausgedrückt.
Es war eine Zeit demokratischer Gemeinschaften, deren Regeln sich um die Frauen herum, die Grosse-Mutter, Bona Dea orientierten.
Dann aber kam alles anders, so, wie sich die zivilisierten Gesellschaften bis heute entwickelt haben.

2. Philosophie/Psychologie der Antike

In den alten Zeiten des beginnenden Denkens und Dichtens verliessen sich die Denker und Dichter, in damaliger Ermangelung von Büchern, hinsichtlich des gesprochenen Wortes und der mündlichen Überlieferungen auf ihr Gedächtnis. Das „Erinnernde“ und „Sinnende“ erhielt dem gemäss höchsten Respekt in der mythologischen Konstruktion der Musen als Göttinnen der schönen Künste, der Musik und Literatur und der Philosophie, Astronomie und Geschichte. Es waren Musen, die durch den höchsten Gott Zeus selber mit der Titanin Mnemosyne, als deren Töchter, gezeugt wurden. Damals begann das Laboratorium Welt, das Experimentum Mundi.
Alles meinige trage ich mit mir“. Mit diesem philosophischen Sinnspruch trat der erste der griechischen Sieben-Weisen, Bias aus Priene, um 550 v. Chr., unter die Menschen.
Es ging um das individuelle Ich, noch sehr privat, aber das reflektierende Bewusstsein war geboren.
Ein anderer der Sieben-Weisen, Thales von Milet, fragte: „Was ist der Mensch?“ Und er richtete seinen Blick zusätzlich auf ein Ich, welches mit dem Draussen der Natur und dem gesellschaftlichen Ensemble zusammen hängt.
Und auf die Frage, was das Schwerste im Leben sei, antwortete Thales: „Sich selbst erkennen“.
Dieses „Erkenne Dich selbst“ stand über dem Tempel des Apollon zu Delphi, der Orakelstädte des antiken Griechenland, die über eintausend Jahre als Mittelpunkt der Welt galt.
Schliesslich fragte Sokrates: „Wer bin ich?“, und er fügte hinzu: „Ich weis, dass ich nichts weis“, – was Immanuel Kant 2000 Jahre später enthusiastisch bestätigte.
Platon entwickelte ein Schichtenmodell der Seele, Stufen des Bewusstseins, das Sigmund Freud über zweitausend Jahre später zu einem psychodynamischen Modell ausbaute, und Aristoteles schrieb ein Lehrbuch „Über die Seele“.
Die philosophische und psychologische Suche nach Wahrheit und Wesen der Welt, wie Menschen in Glück und Freiheit zusammen leben könnten, hatte begonnen.

3. Geschichte und Philosophie des Mittelalters

Im Mittelalter nun existiert die Philosophie innerhalb der abendländlichen Welt als christliche. Die sozial-ethische Botschaft des Christentums verbreitet sich in der gesamten damaligen Welt.
Durch der Kirchenväter sankt die Philosophie zu einer Verstandesmetaphysik und zu einer formellen Dialektik herab, das freie Denken und begreifende Bewusstsein wurde aufgegeben.
Und die Philosophie der Araber überholte vorübergehend die Philosophie des Abendlandes, worauf Abaelard hinwies.
Im 2. Jahrhundert n. Chr. begann das Goldenen Zeitalter der Gnosis: Die im Glauben verborgenen Geheimnisse sollen durch philosophische Spekulationen erkannt werden, um so zur Erlösung vorzudringen, denn die Seele ist ein auf der Erde verirrter Fremdling, die nur durch die Loslösung von allem Irdischen zur Schau Gottes gelangt.
In der Spätantike, um 400 n. Chr., kam es vor allem durch Augustinus zur Verbindung von Philosophie und christlicher Theologie. Die Philosophie geriet in die Rolle der berüchtigten „Magd der Theologie“. Als dann im 13. Jahrhundert die Schriften des Aristoteles bekannt wurden, erlebte die Philosophie Aufwertung. Besonders Thomas von Aquin schuf eine Synthese von Glaube und Wissenschaft.
Erste Trennungen finden sich bei Wilhelm von Ockham.
Dann die scholastische Philosophie, die auf antike Philosophie gestützte, christliche Dogmen verarbeitende Philosophie und Wissenschaft.
Und der Universalismusstreit, der im gesamten Mittelalter geführt wird.
Ketzer- und Laien- und Mystiker-Bewegungen richten sich gegen die Kirchendogmen.
In der Renaissance erfolgte eine Verweltlichung, die zu einer grundlegenden Trennung von Philosophie und Theologie in der späteren Epoche der Aufklärung führte.
Martin Luther reformierte die Kirche, und Thomas Müntzer unterstützte die soziale Bewegung der Bauernaufstände.
Niccolo Machiavelli lehrte dass die politische Herrschaft nicht moralisch sondern nützlich sein soll, die Republik habe drei Staatszwecke: Freiheit der Bürger, Macht durch Grösse und Gemeinwohl.
Thomas Morus schrieb den Staatsroman „Utopia“, mit einer Verfassung des Gemeinwesens ohne Privateigentum, mit Bildung für alle und Religionsfreiheit, Tommaso Campanella schrieb „Der Sonnenstaat“, und Francis Bacon „Neu Atlantis“, darin forderte er naturwissenschaftliche Forschung, damit Menschen in glücklicher Gemeinschaft leben können, und er prägte den Begriff „Wissen ist Macht“.
Giordano Bruno schliesslich verkündete Gott als in ewiger Wandlung befindlich und das Universum als unendlich. Starb wegen seines Pantheismus durch die Inquisition auf dem Scheiterhaufen. Nach den vielen christlichen Märtyrern ist er seit Sokrates der sichtbarste Blutzeuge wissenschaftlicher Wahrheit.

4. Philosophie und Psychologie der Neuzeit

Renaissance/Humanismus, Barock
Empirismus, Rationalismus, Aufklärung
Nun bricht eine neue Zeit an. Die Renaissance war nicht einfach eine Widergeburt alter Zeiten, der Antike, keine Wiederholung, vielmehr war es eine Neugeburt von Gedanken, die den Menschen noch nie in den Sinn gekommen waren und ein Durchbruch wissenschaftlicher und künstlerischer Gestalten, wie sie bisher nicht auf der Erde zu sehen waren. Friedrich Engels nannte die Renaissance die grösste progressive Umwälzung, welche die Menschheit bis dahin erlebt hatte.
Der Mensch wird nun als arbeitender Mensch geachtet – nicht mehr, wie es in der Antike der Fall war, geächtet -, der homo faber entsteht, der in die Welt erzeugend-eingreifende Mensch.
Eine frühkapitalistische Wirtschaftsweise bricht durch, eine ökonomische Epoche, worin das Bürgertum der Städte im Bund mit dem absolut herrschenden König versucht den ritterlichen Feudalismus zu zerstören, wie seit dem 13. und 14. Jahrhundert bereits angebahnt in Handwerkeraufständen in Italien.
Insbesondere das Handelskapital verstärkte seine unternehmerischen Anstrengungen, die erste Bank wurde von den Medici in Florenz gegründet, Manufakturen, gewerbliche (Gross-) Betriebe setzten sich neben den Handwerks-(Klein-) Betrieben durch, – ein offener Weltmarkt begann als frühkapitalistische Warenwirtschaft. Da Italien der Ort war, wo die wirtschaftlichen Fesseln der Feudalzeit zuerst gesprengt wurden, ist Italien der Geburtsort der Renaissance.
Zweierlei Neues entsteht so:
Das Bewusstsein auf Basis der individuellen kapitalistischen Wirtschaftsweise, als Überwindung der ständischen Wirtschaftsweise mit geschlossenem Markt.
Und das Bewusstsein offener Weite gegenüber dem geschlossenen Weltbild der feudal-theologischen Gesellschaft.
Die Renaissance ist das Zeitalter der Erfindungen neuer Produktionsmittel und damit der Erfindung seiner selbst, des individuellen Bewusstseins, von individuellen Kräften, die bisher nicht entfaltet waren. So spiegelt sich das Individuum auch im gesellschaftlichen Überbau der Künste.
Es findet also eine Umkehrung der Werte statt: das Jenseits wird zunehmend langweilig, statt dessen wird nun das Diesseits interessant und insbesondere der Trieb für eine bessere Welt.
Das Zeitalter der Renaissance ist das des Doktor Faust und somit das von Giordano Bruno, Campanella, Paracelsus, Jakob Böhme, dann Francis Bacon, es treten auf Galilei, Kepler und Newton, es entsteht das bürgerliche Naturrecht mit Hugo Grotius und Thomas Hobbes. Eine bürgerlich-revolutionäre-faustische Gesinnung strebt nach einer menschlichen Freiheit, die auf der Suche nach wahrer Freiheit ist.

5. Zeitgeist und Philosophie der Gegenwart

In der griechischen Antike verstanden die Menschen die Welt um sie herum als ein allgegenwärtiges Vorhandenes Ansich. Das Sein war die Welt des Mittelmeer – raums, mit dem Boden auf dem sie standen, der Natur um sie herum und dem Universum über ihren Köpfen.
Um es für sie erfassbar zu machen, abstrahierten sie das allgegenwärtig An-sich-Vorhandene als oberstes Sein im olympischen Götterhimmel, und konkretisierten es als Statuen, Fresken, Bilder. Und in ihrer Vorstellung beschauten sie das grosse Ansich des Überirdischen, und sie nahmen ihr Leben als ihnen vermeintlich zugewiesenes an mit ihren Konflikten und Schicksalen, umgetrieben, gezeichnet und ausgeliefert.
Die Welt der Griechen konnte nicht zum Welt-Bild werden, weil den Griechen noch das Selbst-Bewusstsein ihrer selbst und der Welt fehlte, wiewohl der Philosoph Thales von Milet fragen konnte: „Was ist der Mensch?“, Sokrates fragen konnte: „Wer bin ich?“, und das Orakel von Delphi mahnen konnte: „Erkenne dich selbst“.
Und ebenso wenig konnte die Welt des Mittelalters, in der das Sein von einem einzigen Gott als oberste Ursache geschaffen war, zum Welt-Bild werden. Hier wie dort hat der Mensch keine Verfügungsmöglichkeiten über sein Eigen-Sein und das Welt-Sein, er hat kein eigenes Weltbild von sich und der Welt.
Erst die Neuzeit kann sich ein Bild von der Welt machen, die Welt selbst als Weltbild verstehen, in ihrer Natur, dem Kosmos, der Geschichte, – dem Wesen des Sein. Er, der Mensch, macht sich nun willentlich und bewusst zum freien Subjekt, unabhängig von vermeintlich höher Vorhandenen stellt er sich auf sich selbst. Wahrheit wird nicht mehr im Pathos der Höhe gesucht, sondern mitten in der Tiefe des realen Lebens, dem „Handgemenge der Realität“.
Hatten die antiken Völker die Welt noch gedanklich sphärisch umrundet und transzendiert, umrundeten im Mittelalter die Entdecker mittels Weltumseglungen mit Schiffen in persona den Globus und machten sich die Erde untertan. Und schliesslich wird der Globus in der Moderne durch Flugzeuge und Schiffe, Kapitalströme und Signale, Informationen, elektronische Kommunikation, dem Internet in einer Weise umrundet, das diese gleichsam eine zweite Erdatmosphäre bildet.
Und in der nun globalisierten Welt sind menschliche Gefühle und geistige Anstrengungen, Arbeitsprozesse und Lebensverhältnisse, Kommunikationsprozes se und Konsumverhältnisse, Kulturentwicklungen und Zivilisationsprozesse tief greifenden Veränderungen unterzogen.
Der Zeitgeist fühlt sich nicht wohl. Als gesunder Menschenverstand enthält er die Maximen seiner Zeit, in der alle Vorurteile seiner Zeit enthalten sind, und die Denkbestimmungen regieren ihn, ohne dass er ausreichend Bewusstsein, Reflexion darüber hat.
Der Zeitgeist weiss nicht, wo ihm der Kopf steht, wie durch Medien täglich erfahrbar ist. Der Welt den Kopf helfen gerade zu rücken ist Aufgabe jetzt und in Zukunft, mit der „Weisheit für Übermorgen“, wie Nietzsche sagt, Bildung also, die hier und jetzt wirkt, und die über den Tag und das unmittelbare Sein hinaus geht.
Vielleicht ist der Zeitgeist überhaupt nichts anderes als die Gestalt der Zukunftserwartungen einer Zeitgenossenschaft. Der Geist der Zeit, der Zeitgeist, wird in erster Linie durch die Zukunftserwartungen einer Gesellschaft in einer Epoche bestimmt“, Bazon Brock.
… die moderne Welt ihrem Wesen nach eine Wiederholung der Antike auf der Höhe der Modernität …“, Peter Sloterdijk.